Projektziel:

Mit der Gründung der Kinder-Spitex hat Thomas Engeli bereits Pionierarbeit geleistet. Nun entwickelt er in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule St. Gallen und dem Kantonsspital Münsterlingen ein Monitoring für pflegebedürftige Kinder. Das ehrgeizige Ziel: Anstatt im Spital können die Kinder rund um die Uhr zu Hause gepflegt werden - und die Eltern kommen trotzdem zu ihrem Schlaf.

Mehr Infos zum Projekt: Artikel WIRPLUS

Einleitung

Mit den Kommunikations- und Informationstechnologien ist auch die Telemedizin (Telemedizin bezeichnet die Möglichkeit, medizinische Daten, also Texte, Tabellen, Befunde sowie Bilder, über grosse Entfernungen hinweg elektronisch auszutauschen bzw. zu versenden, um eine diagnostische oder therapeutische Interaktion zu ermöglichen) entstanden und gewachsen. Die Einführung von eHealth stellte das Versprechen der Informations- und Kommunikationstechnologien dar, das Gesundheitssystem und damit die Gesundheit der Menschen zu verbessern.

Wenn die Pflege der Kinder und medizinische Technologien zusammenhängend betrachtet werden, können beunruhigende Gedanken auftreten, da diese zwei Themenbereiche gewöhnlich nicht harmonisieren. Mit der Kinderpflege zuhause assoziiert man Familie, Privatsphäre, Komfort und Sicherheit. Allerdings kann die Pflege zuhause, durch den Gebrauch von medizinischen Geräten und die oft vorhandene Präsenz von Pflegefachkräften zum Mittelpunkt des Interesses und zu einer Bedeutungsveränderung der bestehenden interfamiliären Beziehungen führen. Familien, deren Kinder zuhause auf medizinische Technologien angewiesen sind, erhalten oft unzureichende und ungünstige Unterstützung. Der daraus entstehende Stress und die Belastung durch die dauernde Pflege der Kinder zuhause können zu Burnout und Depressionen oder andere Gesundheitsbeeinträchtigungen der Eltern führen.

Mithilfe der Telemedizin können computerunterstützte Lösungen auch im Spitexbereich angeboten werden. Im Rahmen des Monitoring Projekts der Kinderspitex Ostschweiz wird ein Health Service entwickelt, der Eltern im Umgang mit Ihren schwer kranken Kindern unterstützen soll.

Projektbeschreibung Monitoring
Monitoring ist ein Überbegriff für alle Arten der unmittelbaren systematischen Erfassung, Beobachtung oder Überwachung eines Vorgangs oder Prozesses mittels technischer Hilfsmittel oder anderer Beobachtungssysteme.

Im Kinderspitex Ostschweiz soll ein Gesundheits Service angeboten werden, mit dem von einer Spitex Zentrale die Überwachung von kranken und schwerbehinderten Kindern möglich gemacht wird. Mithilfe von Videomonitoring sollen Pflegekräfte die erkrankten Kinder von einem Spitexstützpunkt 24 Stunden überwachen und in gesundheitsgefährdenden Situationen intervenieren können. Ein Mobiltelefon soll bei den Eltern im Schlafzimmer deponiert werden um Sie in Notfällen kontaktieren zu können. Somit wird es den Eltern möglich sein, in der Nacht zu schlafen und sich zu erholen. Das Gefühl in dauernder Alarmbereitschaft stehen zu müssen könnte somit reduziert werden. Vor dem Projekt ist ein Pilotprojekt mit vier bis fünf ausgewählten Familien geplant. Das Pilotprojekt soll aus Spendengeldern finanziert werden.

Nach und nach sollen weitere Familien, ein Expertenpool, Hausärzte/ Spezialisten, Spitäler/ Notfall, externe Dienste und Behörden/ Institutionen/ Versicherungen in das Projekt miteingebunden werden. Ferner wird auch an eine Angehörigenedukation mittels Computer gedacht. Da am Schluss alle Pflegefachkräfte der Kinderspitex Ostschweiz mit Tabletts ausgestattet sein werden, wird ferner an die Einführung einer elektronischen Pflegedokumentation, Einsatzplanung sowie einer elektronischen Patientenakten gedacht. Zudem soll eine interaktive Plattform entwickelt werden, mit deren Hilfe die Familien aber auch die Fachleute kommunizieren könnten. Das Hauptprojekt soll von Fachpersonen  auf hohem Niveau eingeleitet werden und eventuell mit Mitteln des Bundes unterstützt werden.

Projektziel:
Mithilfe von computerunterstützenden Lösungen sollen pflegebedürftige Kinder adäquat überwacht werden und die Eltern in der Dauerüberwachungsfunktion entlastet werden. Da erfahrene Pflegefachkräfte der Kinderspitex die Nachtruhe mit Hilfe von Monitoring überwachen und die Eltern alarmieren sobald eine Notfallsituation droht, werden die Angehörigen besser schlafen können. Da die geographische Distanz keine Rolle spielt und Vernetzung der Informationen und Daten stattfindet, können Kinder mit Gesundheitsproblemen und deren Eltern über 24 Stunden Kontakt initiieren und Sicherheit erfahren, sie werden kompetenter und bleiben dem Pflegeprozess dadurch länger erhalten.

Da Angehörige und Pflegefachkräfte jederzeit mit Spezialisten in Kontakt treten können, werden den Kindern oft mühsame Transporte zu den Fachärzten erspart. Eine schnellere und sichere Diagnostik kann mit Hilfe des Health Services gewährleistet werden, da eine permanente Kontaktaufnahme mit Pflegefachpersonen und Spezialisten gewährleistet wird. Gegenseitiges Wissen kann gezielt ausgetauscht werden und die interdisziplinäre Zusammenarbeit verbessert werden. Da die Eltern durch die Entlastung in ihrer Gesundheit gestärkt werden, wird es weniger krankheitsbedingte Ausfälle der Angehörigen geben. Auch Hospitalisationen der Kinder und notfallmässige Einsätze zu Hause durch Pflegepersonal oder durch Ärzte und Ärztinnen können vermieden werden. Dies wirkt sich alles auf eine Kostenreduktion im Gesundheitswesen aus.

Mit einer elektronischen Patientendokumentation können Informationen schnell übermittelt werden und die Qualität der Pflege gesteigert werden.

 

Aktualisierungen





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